Unser Haus wurde verkauft:

Einst ein Vermächtnis von Margarete Windschild an den Evangelischen Johannesstift und am 23.12.2020 an einen Inverstor verkauft.

Nächstenliebe ade.


GESTIFTET UND VERKAUFT!
ANZI24 GIBT NICHT AUF!

RETTET UNSER HAUS, VERKAUFT NICHT UNSEREN KIEZ!

Wir sind die Bewohner*innen der Anzengruberstr. 24 und unser Haus wurde verkauft. Vor 25 Jahren an den Johannesstift gemeinnützig gestiftet, soll es jetzt an einen privaten Investor gehen. Uns drohen hohe Mieten, Umwandlung in Eigentumswohnungen, Kündigung und Verdrängung. Daher haben wir uns zusammen getan und kämpfen für den Erhalt unserer noch günstigen Wohnungen in der Anzi 24. Auch andere Häuser in Neukölln sind betroffen. Gemeinsam fordern wir den Bezirk auf, das Vorkaufsrecht auszuüben. Hier ein Video von unserer Kundgebung am 6.2. – vielen Dank an alle Unterstützer:innen!

Kundgebung vor der Anzengruberstr. 24

Die Anzengruberstraße 24 ist ein typisches Neuköllner Mietshaus, einen Steinwurf vom Rathaus entfernt, noch verschont von der Gentrifizierungswelle der letzten Jahre.

Unser Haus liegt in Neukölln, zentral zwischen Karl-Marx-Straße und Sonnenallee und gehört zum Milieuschutzgebiet Rixdorf.

Hier leben rund 50 Menschen im Alter von 0 bis 76 Jahren. Viele von uns wohnen hier schon seit Jahrzehnten. Mindestens zehn Sprachen werden im Haus gesprochen. Über die Jahre sind wir als Hausgemeinschaft zusammengewachsen. Der Lottoladen im Vorderhaus ist das Herz der Straße, und der polnische Feinkostladen „Pyza“ ist über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt.

Unsere Vielfalt, die für den Kiez zwischen Karl-Marx-Straße und Sonnenallee noch typisch ist, macht einen Großteil der Lebensqualität hier aus. Doch ohne die bezahlbaren Mieten, die wir noch im Haus haben, ist diese Lebensqualität in Gefahr.

Wir fordern die Ausübung des Vorkaufsrechts!

Ca. 50% der Bewohner*innen sind in Rente!

Ein erheblicher Teil der Mieter*innen erhält Grundsicherung!

Ca. 30% der Mieter*innen sind schwerbehindert oder sind schwer erkrankt!

In der Anzi24 sind die Wohnungen noch bezahlbar. Das muss dringend so bleiben.

Wir fordern den Bezirk und den Senat, die städtischen Wohnungsunternehmen und die Genossenschaften auf, den Ausverkauf unseres Hauses zu verhindern.

Damit wir alle – zur Hälfte Rentner*innen, viele mit Grundsicherung, einige krank oder erwerbsunfähig – bleiben können!

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